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Tagung (Kolloquium) des Arbeitskreises Astronomiegeschichte
in der Astronomischen Gesellschaft
(12.-16. September 2022)

Colloquium of the Working Group History of Astronomy
in the Astronomical Society


Instrumente, Methoden und Entdeckungen
für innovative Entwicklungen in der Astronomie

"Instruments, methods and discoveries
for innovative developments in astronomy"

organisiert von / organized by
Gudrun Wolfschmidt
Bremen, Fr - So, 16.-18. September 2022


Bessel-Ei, Heinrich Wilhelm Olbers, Schroeter Spiegelteleskop in Lilienthal (© Gudrun Wolfschmidt)



Einführung / Introduction, Anmeldung / Registration, Programm / Programme, Eingereichte Vorträge / Planned Lectures,
Literatur / Literature, Links, Museen/Sternwarte, Tourist, Teilnehmer / Participants


Scientific Organizing Committee (SOC):

  • Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt (Hamburg)
  • Michaela Glimbotzki (Olbers-Gesellschaft, Bremen)
  • Dr. Kai-Oliver Detken (Astronomische Vereinigung Lilienthal, AVL)


Local Organizing Committee (LOC):


Einführung ins Thema / Introduction to the subject

In der Geschichte der Wissenschaften allgemein sowie in der Astronomiegeschichte speziell gab es zu allen Zeiten und gibt es bis heute neue Instrumente, Entdeckungen und Erfindungen, die richtungsweisenden Charakter für den weiteren Verlauf der Forschung besaßen bzw. besitzen. Das meint sowohl unerwartet auftretende neue Phänomene und systematisch angestellte Beobachtungen am Himmel als auch technische Neuerungen sowie theoretische und methodische Ansätze.
Dabei ging es den Astronomen und den Instrumentenbauern um die gezielte Suche nach Erklärung eines Phänomens oder um die Bestätigung einer Theorie, aber es konnten auch durch Zufall neue Phänomene erst entdeckt werden, die dann einer Erklärung harrten und eine neue Theorie oder einen neuen Instrumentenkomplex provozierten. In der Wissenschaftsgeschichtsforschung spricht man dann von den Entscheidungen für Alternativen (Bifurkationen) oder im Falle der Falsifizierung einer Theorie von einem "Experimentum crucis".
Solche Marksteine in der Geschichte der Astronomie sind exemplarisch die bekannten Beispiele der Erstveröffentlichung des heliozentrischen Weltbildes im Jahr 1543, die Erfindung des Fernrohrs (1609) oder die Entdeckung der 3-Kelvin-Strahlung (1965), aber auch zahlreiche weniger im öffentlichen Bewußtsein seiende wie z.B. die Erscheinung und Beobachtung von Tycho's (Super)Nova von 1572, die Erfindung des Mikrometers mit den verschiedenen Varianten ab 1609, die Erfindung des Meridiankreises, die Einführung von Rechenmaschinen und Computern oder die Anwendung der Spektralanalyse beim Licht der Himmelskörper seit 1859.
Das Kolloquium bietet Raum, solchen Marksteinen gebündelt nachzugehen und damit Material für weitere wissenschaftstheoretische und philosophische Überlegungen bereitzustellen. Hierbei sind von besonderem Interesse die individuellen Motivationen der handelnden Personen sowie die weltanschaulichen, religiösen und gesellschaftlichen Kontexte, aber auch die allgemeinen technischen und speziellen astro-technischen Rahmenbedingungen, die seit dem späten 20. Jahrhundert die computergestützten Anlagen einschließen.
Willkommen sind Vorträge, die sich in das beschriebene Thema einpassen: entweder durch Fallanalysen, die auf neu ausgewerteten oder neuen, in der Literatur noch unbeachteten Quellen beruhen, oder durch Überblicke, die bereits wissenschaftstheoretische oder philosophische Verallgemeinerungen wagen. Ledigliche Wiedergaben von Beispielen aus der einschlägigen Literatur werden keine Beachtung finden. Erbeten werden Kurzfassungen der Vorträge (eine halbe DIN A4-Seite, eventuell mit Abbildung) mit Angabe der wesentlichen Quellen, auf denen die Kernaussagen beruhen.
Wie bei jedem der bisherigen Kolloquien des Arbeitskreises sind freie Vorträge zugelassen - sie können dann aber nicht in die Proceedings aufgenommen werden. Auch diese sollen neue Einsichten in die Geschichte der Astronomie und ihrer Beobachtungs-, Meß- und Auswertungstechnik bieten.

In the history of science in general as well as in the history of astronomy in particular, there have always been and still are new instruments, discoveries and inventions that had or have a trend-setting character for the further course of research. This means both unexpectedly occurring new phenomena and systematic observations in the sky as well as technical innovations as well as theoretical and methodological approaches.
The astronomers and instrument makers were concerned with the specific search for an explanation of a phenomenon or the confirmation of a theory, but new phenomena could only be discovered by chance, which then awaited an explanation and provoked a new theory or a new set of instruments. In research on the history of science, one terms the decisions for alternatives (bifurcations) or, in the case of the falsification of a theory, of an "Experimentum crucis".
Such milestones in the history of astronomy are the well-known examples of the first publication of the heliocentric view of the world in 1543, the invention of the telescope (1609) or the discovery of 3-Kelvin (cosmic background) radiation (1965), but also numerous less public awareness such as e.g. the appearance and observation of Tycho's (Super) Nova from 1572, the invention of the micrometer with the different modifications from 1609, the invention of the meridian circle, the introduction of calculating machines and computers or the application of spectral analysis to the light of the celestial bodies since 1859.
The colloquium offers space to pursue such landmarks in a bundled manner and thus provide material for further theoretical and philosophical considerations. Of particular interest are the individual motivations of the people involved, as well as the ideological, religious and social contexts, but also the general technical and special astro-technical framework conditions that have included computer-aided systems since the late 20th century. Lectures, that fit into the topic described, are welcome, either through case analyzes based on newly evaluated sources or new sources that have not yet been considered in the literature, or through overviews that already dare to make epistemological or philosophical generalizations. Merely reproductions of examples from the relevant literature will not be taken into account. We ask for abstracts of the presentations (half a DIN A4 page, possibly with an image) with details of the main sources on which the core statements are based.
Like in the previous colloquia of the working group, free lectures are permitted - but they cannot be included in the proceedings. Lectures should always offer new insights into the history of astronomy and its observation, measurement and evaluation technology.

Klaus-Dieter Herbst / Gudrun Wolfschmidt


Jubiläen - Jubelees:

2022
  • 200. Todestag von Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822)
  • Tycho's (Super)Nova (1572) - "De Stella Nova", #tycho2022
2021
  • 450. Geburtstag - Johannes Kepler (1571--1630), #kepler2022
    Siehe: Auf den Spuren Johannes Keplers - Zu seinem 450. Geburtstag, Hg. G. Wolfschmidt.
    Hamburg: tredition (Nuncius Hamburgensis; Band 54) 2021.
  • 200. Geburtstag - Ernst Wilhelm Leberecht Tempel (1821-1889) - Komet Tempel-Tuttle
  • 150. Todestag - Sir John Herschel (1792-1871)
  • 150. Gründungstag des Observatoriums Hurbanovo (Ó'Gyalla, Stará Ďala) *1871

Die Vorträge der Tagung werden in einem Proceedings-Band publiziert:
Nuncius Hamburgensis; Band 52 (2023);
hier sollen alle Vorträge aufgenommen werden, die im weitesten Sinne zum Thema passen.


Abstract (Anmeldung für Vortrag oder Poster) for a Lecture or a Poster

Der Abstract soll maximalen Umfang von ca. 3000 Zeichen,
möglichst mit Abbildung, auf deutsch oder englisch verfasst werden.
Deadline ist ... Juni 2022.
E-Mail an das Scientific Organizing Committee (SOC):
Gudrun Wolfschmidt.

Please would you send an abstract - in English or/and German -
of about 3000 characters, with an image, until June ..., 2022
to the Scientific Organizing Committee (SOC):
Gudrun Wolfschmidt.

There will be a Booklet of Abstracts. PDF


Anmeldung - Registration

Tagungsgebühr / Fee: -


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Programm der Tagung /
Programme of the Meeting

(Stand Mai 2021)



Freitag, 16. September 2022
Bremen und Lilienthal


Treffpunkt zur Stadtführung in Bremen um 14 Uhr
Adresse:
Marktplatz Bremen am Roland (1404), Am Markt, 28195 Bremen

Am späteren Nachmittag (17 Uhr ?): Fahrt mit der Straßenbahn von Bremen nach Lilienthal -
Besichtigung des 27 Fuß Spiegelteleskops von Johann Hieronymus Schroeter (1793), 2015 rekonstruiert.

  • 19 Uhr - Angebot zu einem gemeinsamen Abendessen in Lilienthal - Borgfelder Landhaus, Warfer Landstraße 73, 28357 Bremen



Samstag, 17. September 2022
Tagungsort: Olbers-Gesellschaft, Walter-Stein-Sternwarte,
Adresse: Hochschule Bremen, Werderstraße 73, 28199 Bremen
Konferenzraum A-301 neben der Sternwarte


Eröffnungs-Session

  • 09:00 - 09:30 Uhr - Registration / Anmeldung

  • 09:30 Uhr - ....:
    Grußworte: Arbeitskreis Astronomiegeschichte, Olbers-Gesellschaft, Astronomische Vereinigung Lilienthal

Session 1: ....

  • ...

... Uhr - Kaffeepause - Coffee Break

Session 2: ...

  • ...

Mittagessen 12:00 - 14:00 Uhr: (oder kürzer?)
BELLAVISTA im Pumpenhaus Bremen, Werderstraáe 56-60, 28199 Bremen

  • 14:00 - 15:30 Uhr - Mitgliederversammlung des Arbeitskreises Astronomiegeschichte (AKAG)

15:30 - 16:00 Uhr - Kaffeepause - Coffee Break

  • 16:00 Uhr - Sternwarte der Olbers-Gesellschaft

Session 3: ....

  • ...


  • 18.30 Uhr - Planetarium der Olbers-Gesellschaft ?

  • 20 Uhr Gemeinsames Abendessen im Ratskeller Bremen,
    Am Markt, 28195 Bremen.





Sonntag, 18. September 2022
Bremen / Lilienthal


  • Exkursion: Museum in Bremen (Focke Museum, Universum) oder Lilienthal
    oder Schiffahrtsmuseum Unterweser (Kaje 8, 26919 Brake), optischer Telegraph




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Eingereichte Vorträge / Planned Lectures

  1. Katrin Cura (Hamburg)
    Focke ?
  2. Carsten Busch (Hamburg):
    Wie die Schwarzen Löcher wirklich wichtig wurden
  3. Kunzmann, Björn:
    Mira, Eta Carinae and Algol -- Variable Stars as Milestones
    in the History of Astronomy and Astrophysics
  4. Dietrich Lemke (Heidelberg) & Kalevi Mattila (Helsinki, Finnland):
    Johannes Hartmann aus Erfurt - Entdecker der interstellaren Materie
  5. Hans-Joachim Leue (Lilienthal):
    Rekonstruktion des 27-füßigen Teleskops in Lilienthal aus den Schroeterschen Unterlagen
  6. Kalevi Mattila (Helsinki, Finnland) & Dietrich Lemke (Heidelberg):
    Nach Hartmanns Entdeckung - Zweifler, Konkurrenten und Vollender
  7. Gudrun Wolfschmidt:
    Einführung zum Thema: Instrumente, Methoden und Entdeckungen
    für innovative Entwicklungen in der Astronomie


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Quellen und Literatur



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Links zur Astronomie / Astronomiegeschichte,
besonders in Bremen und Umgebung




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Museen in Bremen

(Auswahl: besonders Naturwissenschaft, Technik, Kulturgeschichte)


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Bremen Tourist, ÖPNV (Public Transport)



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Teilnehmer / Participants

  1. ...
  2. Busch, Carsten, Dr.cand., Dipl.-Phys. (GNT, Universität Hamburg)
  3. Detken, Kai-Oliver, Dr. (Astronomische Vereinigung Lilienthal, AVL)
  4. Glimbotzki, Michaela (Olbers-Gesellschaft, Bremen)
  5. Kunzmann, Björn, Dipl.-Phys., Dr.cand. (GNT, Universität Hamburg)
  6. Lemke, Dietrich, Prof. Dr. (MPIA, Heidelberg)
  7. Leue, Hans-Joachim (Lilienthal)
  8. Mattila, Kalevi, Prof. Dr. (Helsinki, Finnland)
  9. Wolfschmidt, Gudrun, Prof. Dr. (GNT, Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg)




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    Erstellt am 19. November 2020. Last update: 11. Mai 2022.